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Huhu… Heute möchte ich euch einen weiteren Kollegen vorstellen.

Allgemeines
Name: Arthur Gordon Wolf
Kurzvita: Jhg. 1962, Ex-Fitness-Trainer, Ex-Lehrer, hat nach 20 Jahren seinen sicheren Beamten-Job an den Nagel gehängt, um endlich mehr Zeit fürs Schreiben zu haben.Seine Short-Stories, Erzählungen und Romane sind nahezu alle mehr oder weniger der Unheimlichen Phantastik zuzuordnen. Egal ob Crime, Fantasy, SF oder Horror, stets spielt das Element des ‚Doppelbödigen‘, des ‚Unheilvollen‘, ein zentrales Motiv. Seine Arbeiten sind bislang in diversen Magazinen wie „MADAME“, „c’t“, „Alien Contact“ und „phantastisch!“ erschienen sowie in mehreren Anthologien u.a. bei Grafit, Bastei Lübbe, Fabylon, Voodoo-Press und LUZIFER – ein SF- Hörspiel beim SDR/SWR und HR. Sein bislang umfangreichstes Werk ist ein düster-erotischer Thriller mit phantastischen Elementen („Katzendämmerung“), der 2013 bei LUZIFER erschien.
Ähnlich umfangreich entwickelt sich in der Zwischenzeit auch sein ‚U.M.C.- Projekt’, eine aus verschiedensten Kurzgeschichten, Novellen und Romanen bestehende düstere Science- Fiction-Saga mit mythologischem Hintergrund.

bisherige Veröffentlichungen:
»Schwarze Sterne« – Eloy Edictions, 2008 (vergriffen)
»Die Weissen Männer«, Voodoo Press, 2013
»Katzendämmerung«, Luzifer Verlag, 2013
sowie eine Menge Kurzgeschichten und Novellen. Einen Überblick kann man sich hier verschaffen:
Arthur Gordon Wolf

Dein Genre: Horror, Thriller, Crime, Fantasy, Science-Fiction

Fragen
01: Wo schreibst du am Liebsten?
Ich habe es zwar auch schon an fernen Meeresstaden geschafft, am Besten funktioniert es aber in meinem Büro. Ohne Musik, ohne irgendeine Ablenkung. (Na ja, noch besser ging’s natürlich, wenn Facebook ein Serverproblem hätte. ;-)))

02: Woher nimmst du deine Inspiration?
Keine Ahnung! Ich gebe eine grobe Idee in mein internes Google ein und warte auf ein brauchbares Resultat. Zuweilen kann eine »Antwort« drei, vier Wochen oder noch länger dauern. Meine Neuronen haben halt eine sehr langsame Leitung.

03: Was war deine erste Geschichte, die du geschrieben hast?
Ich habe irgendwann mit 10-12 Jahren angefangen, Geschichten zu schreiben, auf einer Schreibmaschine, die eine halbe Tonne wog. Doch meist gingen mir die Ideen nach zwei, drei Seiten aus. Oder ich verlor einfach das Interesse. Meine erste »richtige« Geschichte habe ich erst mit Anfang 20 geschrieben. »Liebe mich!« Einige Jahre später wurde sie auch als erste meiner Storys im Magazin »Der Mann« veröffentlicht.

04: Wie planst du dein Schreiben?
Es wäre schön, wenn das mit dem Planen immer so funktionieren würde! Grundsätzlich setze ich mich einfach jeden Tag vor den Monitor und hoffe darauf, dass ich ein paar sinnvolle Sätze zusammenfabulieren kann. Mal klappt es, sehr viel häufiger leider nicht. Meist habe ich nur eine sehr grobe Vorstellung von dem, was ich schreiben will. Die eigentliche Story entwickelt sich erst während des Schreibprozesses.

05: Welcher Autor gibt dir die meiste Inspiration?
Da gibt es nicht DEN Autor. Die Inspiration bezieht sich auch eher auf das Durchhaltevermögen der bereits erfolgreichen Kollegen. Ich versuche nicht, irgendeinem Schriftsteller stilistisch nachzueifern. Natürlich ist es kein Geheimnis, dass ich von der »Poe-Fraktion« komme, also ein Faible für alles Düstere und Morbide habe. Die typischen ‚Verdächtigen‘ meiner Lieblingsautoren sind daher neben den Klassikern wie Poe, Machen oder Bierce natürlich Stephen King, Clive Barker, Robert McCammon, Joe Lansdale oder der frühe Peter Straub. Ich verehre allerdings auch Klassiker wie Melville, Hemingway, Steinbeck oder Harper Lee. Von den modernen Autoren mag ich vor allem John Irving, William Gay, Cormac McCarthy und Daniel Woodrell.

06: Wie bereitest du dich auf eine Lesung vor?
Ganz pragmatisch. Ich suche mir geeignete Stories oder Textstellen heraus, beginne sie laut zu lesen und stoppe dabei die Zeit. Dieser Vorgang kann sich mehrere Male wiederholen, bis ich mit dem Lesefluss und der Betonung zufrieden bin. Perfekt ist man ja eh nie.

07: Wen magst du lieber? Die Protagonisten oder Antagonisten?
Da beide meiner Feder entsprungen sind, gibt es da nur marginale Unterschiede. Man muss auch etwas für seine Bösewichter empfinden, ansonsten misslingt eine treffende Charakterisierung. Sehr häufig allerdings vermischen sich bei mir beide Seiten. Der ‚Held‘ in »Katzendämmerung« ist z.B. alles andere als ein ‚unbescholtener, moralisch integrer Held‘. Er hat ebenfalls jede Menge Schattenseiten, weswegen so einige Leser Probleme mit ihm haben. Ich mag es allerdings nicht, die Dinge weiß oder schwarz zu malen. Das ist viel zu simpel. Schließlich sieht die Wirklichkeit vollkommen anders aus.

08: Blutige oder unblutige Spannung? Was ist dein Ding?
Ich vertrete auch hier kein »Lager«. Ich verabscheue es, wenn ‚Kollegen‘ Blut und Gewalt lediglich des Ekels willen ‚zelebrieren‘. Das ist für mich die unterste Schublade und rangiert unter »Schund«. Wenn es allerdings dramaturgisch/inhaltlich notwendig ist, so verschütte auch ich zuweilen schon einmal einen (kleinen) Eimer Blut. Clive Barker war wohl einer der ersten Autoren (lange vor der Splatter-Punk-Bewegung), der es wagte, ‚Blood and Gore‘ in seine ‚Bücher des Blutes‘ einzubauen. Bei ihm funktionierte diese Brutalität allerdings perfekt. Es kommt eben immer auf das ‚Wie‘ an und die inhaltliche Begründung. Der Leser muss spüren, dass dieses Spektakel dort eben unumgänglich ist, um den Fortlauf der Story sinnvoll zu gewährleisten. Um ein stimmiges Abbild zu erzeugen. Wie soeben aktuell in der Ukraine zu sehen (und von fast allen Medien boykottiert), ist die Realität nun einmal blutig und grausam!

09: Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, was hörst du?
Wie oben schon erwähnt, nein! Es gibt schon so zu viele Störungen. Mit Musik könnte ich keinen klaren Gedanken fassen. Da ich beim Autofahren auch lese (Stichwort: Hörbücher), höre ich sehr wenig Musik. Mein Geschmack reicht dabei von Mozart über Queen bis hin zu Scores von Ennio Morricone und John Barry.

10: Was für ein Buch würdest du niemals schreiben?
Eines mit einem Happy-End. Wer darauf steht, sollte besser Romane von Uta Danella, Hedwig Courths-Mahler oder Rosamunde Pilcher lesen oder sich Hollywood-Schnulzen im Kino ansehen. Auch wenn viele meiner Plots phantastisch sind, so will ich dennoch in Ansätzen eine ‚Atmosphäre des Wirklichen‘ erzeugen. Und in der ‚Wirklichkeit‘ sind glückliche Ausgänge in etwa so häufig anzutreffen, wie rosa gefleckte Einhörner.

 

 

 

 

 

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